Fachinformation
05.08.2021 Aus dem Landesverband, Arbeit und Beschäftigung, Soziale Teilhabe und Armut

Paritätischer legt 9-Punkte-Katalog zur Überwindung der Langzeitarbeitslosigkeit vor

Vordringlich ist ein möglichst rascher Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit

Während die Arbeitslosenquote seit Beginn des Jahres 2021 wieder rückläufig ist, droht sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen in der Covid-19-Pandemie auf über eine Million zu verfestigen. Davor warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband in Berlin und legt zugleich ein Maßnahmepaket vor, um die Langzeitarbeitslosigkeit in der Pandemie wirksam zu bekämpfen.

Für einen möglichst raschen Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit ist es vordringlich, dass die Arbeitsagenturen und Jobcenter wieder flächendeckend ansprechbar werden und unter Einhaltung aller notwendigen Hygienemaßnahmen von sich aus wieder mit Förderangeboten auf die Langzeitarbeitslosen zugehen; dies allerdings ohne Sanktionen. Notwendige Gesetzgebung zur Anpassung der Fort- und Weiterbildung von langzeitarbeitslosen Menschen an die sich wandelnden Bedingungen des Arbeitsmarkts ist  in der  laufenden  Legislaturperiode nicht umgesetzt worden, das muss dringend nachgeholt werden.

Auch andere Förderinstrumente sind nicht mehr auf dem aktuellen Stand. So muss sich der Umstand, dass langzeitarbeitslose Menschen immer häufiger unter psychosozialen Belastungen und  gesundheitlichen Problemen leiden, stärker in den Unterstützungsangeboten niederschlagen. Eine bessere Ressourcenausstattung für die Jobcenter und eine Kultur des wertschätzenden Umgangs mit allen Leistungsberechtigten sind weitere zentrale Forderungen.

Zusammengestellt: Tina Hofmann, Paritätischer Gesamtverband, Berlin
Referentin Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik 

Aus dem Landesverband, Arbeit und Beschäftigung, Soziale Teilhabe und Armut
Quelle: Paritätischer Wohlfahrtsverband Gesamtverband e.V.

Verantwortlich:
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